Inszenierung

33 BOGEN UND EIN TEEHAUS

nach dem Roman von Mehrnousch Zaeri-Esfahani

Junges Theater Münster (Kleines Haus)

Premiere: 22. Oktober 2022 (Übernahme vom Theater Bonn) / weitere Termine

Eingeladen zum Westwind Theaterfestival für Junges Publikum NRW 2020

Iran in den 1980er Jahren. Mehrnousch lebt mit ihrer Familie in Isfahan, ihrer geliebten Stadt, wo sich die Brücke mit den 33 Bogen im Wasser des Flusses Zayandeh Rud spiegelt. Das Leben ist schön, die Träume sind groß. Mit großer Euphorie wird der Schah gestürzt und alles ist anders. Sanktionen und Bombenhagel bestimmen den Alltag. Die Eltern fassen einen Entschluss. Heimlich und ohne richtigen Abschied begibt sich die Familie auf die Flucht. Poetisch und sinnlich, staunend und mit kindlicher Klarheit beschreibt Mehrnousch die 14 Monate in Ungewissheit, unterwegs in der Türkei und im geteilten Deutschland. Leben heißt nun Überleben und die Träume sind nicht mehr groß, sondern elementar: selbstbestimmt in Freiheit leben.

Besetzung

mit: Soraya Abtahi, Martin Aselmann, Amelie Barth, N.N.

Regie: Carina Sophie Eberle

Ausstattung: Karen Simon

Animation: Eszter Janka

Musik: Ögünc Kardelen

Choreografie: Ramona Suresh

Dramaturgie: Angela Merl

Foto: Thilo Beu, Theater Bonn

Presse

Ihre sensible Inszenierung in der Werkstatt geht unter die Haut, obwohl sie sich viele anekdotisch heitere Momente gönnt. (…) Die Regie bleibt trotz aller emotionalen Verdichtung auf historisch-poetischer Distanz zur blutigen islamistischen Schauerdramatik und den üblen fremdenfeindlichen Reaktionen. Alles ist weiter so einfach kompliziert, dass Schulpflicht ein echtes Glück bedeutet. Auch das zeigt die Aufführung in pausenlosen knapp 90 Minuten mit viel spielerischem Witz und szenischer Fantasie. Nachdenklich bewegter Premierenbeifall.

Von Elisabeth Einecke-Klövekorn, Generalanzeiger Bonn, 25.02.2019

Regisseurin Carina Eberle inszeniert „33 Bogen und ein Teehaus“ nach dem Roman von Mehrnousch Zaeri-Estfahani. Die Inszenierung setzt einen gegenwartskritischen Impuls zur richtigen Zeit, indem sie die Fluchterfahrung einer Familie aus dem Iran begleitet, die versucht ihre Selbstbestimmung beizubehalten und gleichzeitig ein Heimatgefühl zu finden.“

Von Lena Weyers, Junge Bühne, Februar 2019